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Wilhelm Thöny, Landschaft in Südfrankreich

15. Kunstauktion

Wilhelm Thöny, Landschaft in Südfrankreich

Lot 32

Meistbot: € 38.000
Artikelnummer: 15_4289 Kategorie: 15. Kunstauktion Schlüsselwort: Thöny Wilhelm
  • Beschreibung

Details

Wilhelm Thöny (hs art)
Graz 1888 – 1949 New York
Landschaft in Südfrankreich
Öl auf Leinwand / oil on canvas
59 x 79 cm
1930er Jahre / 1930s
rechts oben signiert: W. Thöny

KEIN FOLGERECHT / NO DROIT DE SUITE

Literatur / literature: „Helmut M. Zoidl. Mein Weg zur Kunst. Die Sammlung der H.M.Z. Privatstiftung“ Hrsg. Helmut A. Gansterer, Verlag Holzhausen Wien 2010, S. 277 (Abb. 217)
vgl.“Wilhelm Thöny. Im Sog der Moderne“ Neue Galerie Graz, Kerber Verlag Bielefeld, Ausstellungskatalog, 24.05.2013-06.01.2014
vgl. „Wilhelm Thöny. Träumen in schwierigen Zeiten“ Museum der Moderne Salzburg, Ausstellungskatalog, 20.06-11.10.2020

Provenienz / provenance: H.M.Z. Privatstiftung als Eigentümerin der Sammlung Zoidl

Wilhelm Thöny ging 1908 nach München, um an der dortigen Kunstakademie zu studieren. Als Münchner Secessionsmitglied begegnete er Alfred Kubin, mit dem er bis an sein Lebensende in Kontakt blieb. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte Thöny in der Schweiz. Hier entstanden christlich geprägte Werke und das düstere „Buch der Träume“, ein Konvolut von etwa hundert Grafiken. Zurück in Graz gründete Thöny mit Alfred Wickenburg, Axel Leskoschek und Fritz Silberbauer die Grazer Secession, deren erster Präsident er wurde.
1931 verließ er seine steirische Heimat und übersiedelte nach Paris. Es entstanden zahlreiche Stadtansichten und Porträts der Pariser Gesellschaft. Regelmäßig verbrachte er einige Monate an der Côte d´Azur, zahlreiche Bilder von duftigem, flirrendem Esprit dokumentieren diese Aufenthalte. 1933 reiste Wilhelm Thöny zum ersten Mal nach New York. Unter dem Eindruck der gigantischen Wolkenkratzer malte er später zahlreiche Ölbilder und Aquarelle mit Motiven aus New York.
Auf der Pariser Weltausstellung 1937 erhielt Thöny die Goldene Medaille. 1938 verließ er Paris und emigrierte nach New York, wo er allerdings nicht Fuß fassen konnte und unter seiner Isolation litt. 1948 wurde bei einem Brand in seinem New Yorker Lager ein großer Teil seiner Werke vernichtet. Diesen Verlust verwand der Künstler nie. Er starb kaum ein Jahr später.

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