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Markus Prachensky, Schwarz und blaue Konstruktion

18. Kunstauktion

Markus Prachensky, Schwarz und blaue Konstruktion

Lot 111

Meistbot: € 30.000
Artikelnummer: 18_4982 Kategorie: 18. Kunstauktion Schlüsselwort: Prachensky Markus
  • Beschreibung

Details

Markus Prachensky (hs art)
Innsbruck 1932 – 2011 Wien
Schwarz und blaue Konstruktion
Öl auf Hartfaserplatte / oil on hardboard
90 x 120 cm
1954/1955
rückseitig signiert, datiert und betitelt sowie ein Klebeetikett mit Werkangaben: Markus Prachensky 1954/1955 „Schwarz u. blaue Konstruktion“
Die linke untere Ecke des Bildes ist leicht beschlagen.

Literatur / literature: vgl. „Markus Prachensky. Retrospective in red“ Hrsg. Gerard Meulensteen & Vincent Polakovic, Danubiana Meulensteen Art Museum Bratislava, Ausstellungskatalog 2013, S. 18-21 (Kap. Frühe Werke 1954-1962)
vgl. „Markus Prachensky. Retrospektive 1954-1988“ Galerie Krinzinger Wien, 1989
vgl. „Markus Prachensky. Werke 1953-1993“ Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Innsbruck, 1993

Provenienz / provenance: Privatsammlung Deutschland

Markus Prachensky übersiedelte 1952 von Tirol nach Wien, um an der Akademie Architektur zu studieren. Doch schon bald lernte er Arnulf Rainer, Josef Mikl und Wolfgang Hollegha kennen und besuchte regelmäßig den Abendakt von Herbert Boeckl. Bald stellten die vier Freunde in der eben erst eröffneten Galerie nächst St. Stephan, die von Monsignore Otto Mauer geleitet wurde, gemeinsam aus.
Bei einer Ausstellung in der Secession wurde der Pariser Kunsttheoretiker Pierre Guéguen auf Prachensky aufmerksam und schrieb einen Essay, in dem er ihn Hans Hartung gegenüberstellte. Prachensky ging nach Paris, lernte Jean Arp, Alberto Giacometti, Pierre Soulages, Georges Mathieu, Yves Klein und Sam Francis kennen und hatte zahlreiche Ausstellungen in Wien, Paris und vor allem Deutschland. Schließlich übersiedelte er nach Amerika; in New York setzt sich Clement Greenberg für seine Kunst ein. 1971 kehrte Markus Prachensky nach Wien zurück, wo er in der Galerie nächst St. Stephan seine California-Serie ausstellte. Serielles Arbeiten wird – neben der Farbe Rot – sein Markenzeichen.
1983 wurde er zum Professor an der Akademie der bildenden Künste bestellt. Prachensky unternahm ausgedehnte Reisen, und immer wurden die Eindrücke, die er dabei gewann, in Bildern verarbeitet.
„Stets malte Prachensky eine leidenschaftlich lebensvolle, lebendige Malerei, intensive Chiffren für intensives Vorkommen. Eine Malerei, aus dem Augenblick geschaffen, spontan und zugleich genau, mitreißend und rhythmusversessen“, schrieb Otto Breicha über ihn.

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