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Martha Jungwirth, Sabine Schmeller und rückseitige Hafenlandschaft "Thorshaven"
Martha Jungwirth, Sabine Schmeller und rückseitige Hafenlandschaft "Thorshaven" 5535.2

20. Kunstauktion

Martha Jungwirth, Sabine Schmeller und rückseitige Hafenlandschaft „Thorshaven“

Lot 26

Meistbot: € 40.000
Artikelnummer: 20_5535 Kategorie: 20. Kunstauktion Schlüsselwort: Jungwirth Martha
  • Beschreibung

Details

Martha Jungwirth
Wien 1940 *
Sabine Schmeller und rückseitige Hafenlandschaft „Thorshaven“
Öl auf Leinwand (beidseitig)
99 x 53 cm (inkl. Künsterrahmen, teilweise bemalt)
1986/1993
rechts unten am Rahmen monogrammiert, datiert und betitelt: MJ 1986 Sabine Schmeller
rückseitig nochmals am Keilrahmen signiert, datiert sowie bezeichnet: Martha Jungwirth 93 Thorshaven

Bei dieser frühen Leinwandarbeit handelt es sich um das Porträt ihrer jüngeren Stieftochter Sabine Schmeller.
Zusätzlich wurde die Bildrückseite 1993 mit der dänischen Landschaft der Hafenstadt „Thorshaven“ (Färöer Inseln) als Querformat bemalt.

Erste Ausstellung in der Galerie nächst St. Stephan 1966

Literatur: vgl. „Martha Jungwirth. Retrospektive“ Hrsg. Hans-Peter Wipplinger für die Kunsthalle Krems (Ausstellungskatalog 13.07. – 02.11.2014) Kerber GmbH & Co. KG Verlag Bielefeld, 2014 (Monographie)

Provenienz: Privatbesitz Wien

Martha Jungwirth studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo sie von 1967 bis 1977 auch als Lehrbeauftragte tätig war. Sie gehörte als einzige Frau der Künstlergruppe „Wirklichkeiten“ an, die von Otto Breicha gefördert und 1968 in einer legendären Ausstellung in der Secession präsentiert wurde. Diese gegenständlich orientierte Kunst stellte damals einen Gegenpol zu den in Wien dominierenden Richtungen des Phantastischen Realismus und des Informel dar.
Martha Jungwirth entwickelte, von zeitgenössischen künstlerischen Trends unbeeindruckt, einen eigenständigen, an der Schnittstelle von abstrakter und gegenständlicher Malerei angesiedelten Stil.
Obwohl Jungwirth mit dem „Theodor-Körner-Preis“ (1964) und dem „Joan-Mirò-Preis“ (1966) schon früh hohe Auszeichnungen erhielt und ihre Bilder bei der documenta 6 (1977) in Kassel gezeigt wurden, blieb der große Erfolg zunächst aus. Erst in den letzten Jahren wuchs die Begeisterung für ihre Arbeiten – und die Preise stiegen dramatisch. Dazu trugen die Ausstellungen im Essl Museum, in der Kunsthalle Krems und in der Albertina maßgeblich bei.

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