Details
Hermann Nitsch (hs art)
Wien 1938 – 2022 Wien
Malhemd
Acryl und Blut auf Textilhemd, in Holzkasten
150 x 173 cm (Außenmaß Kasten)
1996
oben auf dem Hemd signiert und datiert: Hermann Nitsch 1996
Provenienz: Privatsammlung Oberösterreich
1957 übernahm Hermann Nitsch eine Stelle als Gebrauchsgrafiker am Technischen Museum. Es sollte nur eine kurze Episode seines Lebens sein. Einige Jahre später führte er die ersten Malaktionen durch, aus denen sich das “Orgien-Mysterien-Theater” entwickelte. „Meine Arbeit soll eine Schule des Lebens, der Wahrnehmung und der Empfindung sein“, hat der Künstler einmal gesagt. Mit dem Orgien-Mysterien-Theater verwirklichte Hermann Nitsch seine Vorstellung eines Gesamtkunstwerks, das unter Einbeziehung von Malerei, Architektur und Musik auf der Grundlage griechischer Mysterienfeste eine Katharsis zum Ziel hat – die letztlich zum Erkennen des eigenen Selbst führen soll. Die Sensibilisierung aller Sinne steht dabei stets im Mittelpunkt. Seit 1971 finden die meisten Aufführungen des Orgien-Mysterien-Theaters in dem von Hermann Nitsch erworbenen Schloss Prinzendorf in Niederösterreich statt, wo der Künstler lebt und arbeitet. „Ich will, dass das Drama zum Fest erweitert wird. Ich will das schönste Fest der Menschheit entwerfen, das keinen anderen Vorwand als das Leben selbst hat. Ich will, dass wir wissen, dass wir sind, und dass der Umstand, dass wir sind, verherrlicht wird, zum heiter herzlichen Fest, denn dieses unser Sein haben wir, sonst vorerst nichts.“ (Hermann Nitsch)


