Details
Günter Brus
Ardning 1938 – 2024 Graz
Phantom-Paläste: 16. Heft (Bildgeschichte auf 5 Seiten in Original Kartonbox)
je Ölkreide und Buntstift auf Karton, als Heft gebunden, in Kartonbox mit Siebdruck
je 31 x 43 cm
1978
rückseitig auf dem letzten Blatt handsigniert, datiert und betitelt: Günter Brus, Phantom-Paläste, 16. Heft (28. September 1978), auf der ersten Seite mittig oben nummeriert: 16, auf der 2. Seite rechts oben signiert: Brus, in originaler Kartonbox (davon 30 Exemplare), auf Kartondeckel: G. Brus, Phantom Paläste Edition Hundertmark, Köln
Literatur: vgl. „BRUSEUM – Ein Museum für Günter Brus“ Hrsg. Peter Weibel, Christa Steinle, Neue Galerie Graz, Ostfildern 2011, S. 434-459;
vgl. „Günter Brus – Werkumkreisung“ Monika Faber, Hrsg. Albertina Wien, Klaus Albrecht Schröder, Köln 2003, S. 162-215
Provenienz: Privatbeistz Wien
Günter Brus floh 1969 aus Österreich, wo er im Zusammenhang mit der sogenannten Uni-Ferkelei mit einer Haftstrafe bedroht war, und lebte fortan in Berlin. Dort gründete er mit Oswald Wiener und Gerhard Rühm die “Österreichische Exilregierung” und gab bis 1974 die in limitierter Auflage erscheinende Zeitschrift “Die Schastrommel. Organ der österr. Exilregierung” heraus.
In den folgenden Jahren widmete sich Günter Brus dem Zeichnen und der Verknüpfung von Text und Bild. Bald sollten seine “Bild-Dichtungen” eine eigene Ausdrucksform darstellen. 1979 kehrte Günter Brus, nachdem die Haftstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt worden war, mit seiner Familie nach Graz zurück.
Günter Brus war mehrmaliger Teilnehmer der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig. 2011 erfolgte mit dem BRUSEUM die Fertigstellung eines ihm gewidmeten Museums im Landesmuseum Joanneum in Graz.



